Dienstag, 23. September 2014

Feld-Helden und Müllmonster

Aus aktuellen Anlass habe ich in unserer heutigen Gruppenstunde mal wieder das Thema "Betreten von landwirtschaftlichen Flächen" aufgegriffen. Es herrscht nämlich gerade bestes Drachenwetter. Leider denken Kinder und Eltern beim Drachen steigen lassen oft nicht daran (vielleicht wissen sie es auch nicht oder es ist ihnen egal), dass sie vielleicht gerade über einen frisch bestellten Acker laufen und die Pflanzen darin zertrampeln. Erfreut konnte ich feststellen, dass die Wilden Möhren in der Hinsicht bereits gut informiert sind. Während ich bei den Nachbarskindern verständnislose Blicke ernte, wenn ich ihnen sage, dass das Grüne, wo sie gerade zum fünfundzwanzigsten Mal drübergelaufen sind, frisch gekeimtes Wintergetreide ist, wissen die NAJU-Kinder immerhin, was der Unterschied zwischen einem Feld und einer Wiese ist und dass man beim Spielen in der Feldflur besser auf den Wegen bleibt. Wir waren uns einig, dass wir fremdes Eigentum auch dann respektieren müssen, wenn es nicht eingezäunt ist. Schließlich wächst da unter anderem unser Essen.

Sieht aus wie Gras, ist aber Winterweizen.

Ein weiteres Thema war heute die aktuelle Trashbusters-Aktion der NAJU, die heuer unter dem Motto "Besiegt die Plastiktüte" läuft. Auf Plastiktüten können wir eigentlich mühelos verzichten, aber wie umweltfreundlich sind eigentlich die Alternativen? Hier gibt es einige Infos zum Thema. Dann ist uns doch noch eine Situation eingefallen, wo wir bisher immer Plastiktüten verwendet hatten: bei unseren regelmäßigen Müll-Sammeltouren am Isarufer. Da ist uns bisher keine vernünftige andere Lösung eingefallen. Mit der schicken Trashbusters-Tasche haben wir nun eine stabilen Behälter, der mehrfach verwendet werden kann. Wie haltbar die Tasche tatsächlich ist, darf sie nun ausführlich demonstrieren. Wir benutzen sie nämlich ab sofort in jeder Gruppenstunde als Sammelbehälter. Ein Vorteil der neuen Variante ist, dass man den Müll, da man die Tasche ohnehin entleeren muss, auch gleich ordentlich trennen kann. Das haben wir uns bisher oft erspart, weil wir an der Isar hauptsächlich nasse, stark verschmutzte oder angegammelte Sachen finden, die wir nicht so gerne auseinander sortieren. Die Trashbusters-Tasche besteht aus recycelten PET-Einwegflaschen und sieht schon ein bisschen cooler aus als ein Müllsack, weshalb es auch kein Problem ist, einen "Müllbeauftragten" zu finden, der die Tasche trägt. Leider passt nicht sehr viel rein, aber für unsere heutigen Funde hat der Platz gereicht.

Mal wieder alles sauber aufgeräumt am Isarstrand.

Was sonst noch passiert ist: Auf der Jagd nach den spärlichen Sonnenstrahlen haben wir das Ufer gewechselt, bei den beiden Isar-Wächtern vorbeigeschaut, einen Baumgeist getroffen, einen Barfuß-Temperatur-Test gemacht und geheime Botschaften in den Sand geschrieben, aber seht selbst:








Zum Schluss verrate ich Euch noch unser fabelhaftes Jedes-Mal-wenn-wir-über-die -Isarbrücke-laufen-Ritual: 
1. Auf die Abdeckung der Dehnfuge stellen.
2. Warten, bis ein Auto (noch besser: ein LKW) vorbeifährt.
3. Sich freuen, wenn es unter den Füßen holpert :-)


1 Kommentar:

  1. Schöner Beitrag. Gut wenn Kinder rechtzeitig an die Natur herangeführt werden.

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