Mittwoch, 10. Dezember 2014

Neue LBV-Musterfutterstelle im Goldachpark in Hallbergmoos - Eröffnung am 13.12.14 um 14 Uhr

Bereits seit 2012 unterhält die LBV-Kreisgruppe Freising eine sogenannte Musterfutterstelle auf der Roseninsel in Freising, welche am kommenden Samstag um 11 Uhr für diese Saison eröffnet wird. Neu dazu gekommen ist heuer eine Musterfutterstelle im Goldachpark in Hallbergmoos. Hier laden ebenfalls am 13.12.14 die LBV-Kreisgruppe und der Arbeitskreis Goldachpark die Bevölkerung um 14 Uhr zur Eröffnung ein. Neben Infos und Tipps zur artgerechten Winterfütterung der Gartenvögel gibt es bei der Veranstaltung in Hallbergmoos auch ein Kinderprogramm. Hier können Meisenknödel selbst hergestellt werden und das eine oder andere Spiel habe ich auch für Euch dabei. Wir freuen uns auf interessierte Besucher - mit oder ohne Federn ;-)

Samstag, 1. November 2014

Was lebt denn da im Laub?

Die Bäume und Sträucher in unserem Garten und im nahen Auwald werfen immer noch täglich Blätter ab. An manchen Stellen hat der Wind das Laub zu kleinen und größeren Bergen aufgetürmt. Im Garten kehren wir es von den Wegen zurück in die Pflanzflächen. Dort bereichert es nicht nur nach der Zersetzung das unterirdische Bodenleben, sondern gibt auch einen guten Winterschutz für empfindliche Stauden ab. Viele kleine und große Tiere ziehen sich dorthin zurück. Der Igel hat schon seinen Stammplatz in einem Blätterhaufen unter der Hainbuchenhecke. Manchmal heben wir flachere Laubschichten vorsichtig an, um die verschiedenen Krabbeltiere darin zu beobachten. Neulich haben wir dabei einen besonderen Fund gemacht, den wir Euch unbedingt zeigen müssen:


Wir sind nicht sonderlich gut im Käfer bestimmen, vermuten aber, dass es sich um einen Lederlaufkäfer handelt. Genauer gesagt hoffen wir es, nachdem wir von dem kleinen Monster so coole Videos entdeckt haben wie dieses oder das da ;-)

Dienstag, 23. September 2014

Feld-Helden und Müllmonster

Aus aktuellen Anlass habe ich in unserer heutigen Gruppenstunde mal wieder das Thema "Betreten von landwirtschaftlichen Flächen" aufgegriffen. Es herrscht nämlich gerade bestes Drachenwetter. Leider denken Kinder und Eltern beim Drachen steigen lassen oft nicht daran (vielleicht wissen sie es auch nicht oder es ist ihnen egal), dass sie vielleicht gerade über einen frisch bestellten Acker laufen und die Pflanzen darin zertrampeln. Erfreut konnte ich feststellen, dass die Wilden Möhren in der Hinsicht bereits gut informiert sind. Während ich bei den Nachbarskindern verständnislose Blicke ernte, wenn ich ihnen sage, dass das Grüne, wo sie gerade zum fünfundzwanzigsten Mal drübergelaufen sind, frisch gekeimtes Wintergetreide ist, wissen die NAJU-Kinder immerhin, was der Unterschied zwischen einem Feld und einer Wiese ist und dass man beim Spielen in der Feldflur besser auf den Wegen bleibt. Wir waren uns einig, dass wir fremdes Eigentum auch dann respektieren müssen, wenn es nicht eingezäunt ist. Schließlich wächst da unter anderem unser Essen.

Sieht aus wie Gras, ist aber Winterweizen.

Ein weiteres Thema war heute die aktuelle Trashbusters-Aktion der NAJU, die heuer unter dem Motto "Besiegt die Plastiktüte" läuft. Auf Plastiktüten können wir eigentlich mühelos verzichten, aber wie umweltfreundlich sind eigentlich die Alternativen? Hier gibt es einige Infos zum Thema. Dann ist uns doch noch eine Situation eingefallen, wo wir bisher immer Plastiktüten verwendet hatten: bei unseren regelmäßigen Müll-Sammeltouren am Isarufer. Da ist uns bisher keine vernünftige andere Lösung eingefallen. Mit der schicken Trashbusters-Tasche haben wir nun eine stabilen Behälter, der mehrfach verwendet werden kann. Wie haltbar die Tasche tatsächlich ist, darf sie nun ausführlich demonstrieren. Wir benutzen sie nämlich ab sofort in jeder Gruppenstunde als Sammelbehälter. Ein Vorteil der neuen Variante ist, dass man den Müll, da man die Tasche ohnehin entleeren muss, auch gleich ordentlich trennen kann. Das haben wir uns bisher oft erspart, weil wir an der Isar hauptsächlich nasse, stark verschmutzte oder angegammelte Sachen finden, die wir nicht so gerne auseinander sortieren. Die Trashbusters-Tasche besteht aus recycelten PET-Einwegflaschen und sieht schon ein bisschen cooler aus als ein Müllsack, weshalb es auch kein Problem ist, einen "Müllbeauftragten" zu finden, der die Tasche trägt. Leider passt nicht sehr viel rein, aber für unsere heutigen Funde hat der Platz gereicht.

Mal wieder alles sauber aufgeräumt am Isarstrand.

Was sonst noch passiert ist: Auf der Jagd nach den spärlichen Sonnenstrahlen haben wir das Ufer gewechselt, bei den beiden Isar-Wächtern vorbeigeschaut, einen Baumgeist getroffen, einen Barfuß-Temperatur-Test gemacht und geheime Botschaften in den Sand geschrieben, aber seht selbst:








Zum Schluss verrate ich Euch noch unser fabelhaftes Jedes-Mal-wenn-wir-über-die -Isarbrücke-laufen-Ritual: 
1. Auf die Abdeckung der Dehnfuge stellen.
2. Warten, bis ein Auto (noch besser: ein LKW) vorbeifährt.
3. Sich freuen, wenn es unter den Füßen holpert :-)


Montag, 22. September 2014

Besser brüten: neue Nistkastengruppe der NAJU Freising

Letzten Samstag war ein besonderer Tag für die NAJU-Kinder, die schon lange den Wunsch hegen, sich praktisch im Naturschutz zu betätigen. Wir haben von der LBV-Kreisgruppe Freising einige Vogelnistkästen, Fledermauskästen und einen Hornissenkasten bekommen, die wir selber betreuen dürfen. Zu diesem Anlass haben wir eine neue Gruppe gegründet - die Nistkastengruppe. Los ging es damit, dass sich jedes Kind einen Kasten aussuchen und an einem Baum befestigen durfte. Bewaffnet mit Leitern, Hammer und Alu-Nägeln sowie fachkundiger Unterstützung durch einige Vogel- und Fledermausexperten der LBV-Kreisgruppe wurde den ganzen Vormittag gewerkelt. Nach einer ausgiebigen Brotzeit bekamen wir vom Fledermausbeauftragten Alfons Aigner noch Interessantes und Erstaunliches über die nachtaktiven Säugetiere zu hören. Alfons hatte sogar einen seiner Schützlinge dabei. Die Zweifarbfledermaus wurde nach einer Verletzung von ihm erfolgreich gesundgepflegt und nachdem wir sie ausgiebig bestaunt hatten, durften wir sie in die Freiheit entlassen.

Hier wartet jede Menge Arbeit auf uns.

Einige Kinder haben heute zum ersten Mal eine Fledermaus gesehen.

In der Nistkastengruppe betreuen Kinder ab ca. 12 Jahren Vogel- und Fledermausunterkünfte im Auwald zwischen Mintraching und Hallbergmoos. Daneben wollen wir verschiedene Nisthilfen selber bauen und auch an anderen Orten installieren. Außerdem werden wir immer wieder Vogelspezialisten und Naturschützern bei der Arbeit über die Schulter schauen und unsere Artenkenntnisse vertiefen. Wenn Du auch mal reinschnuppern möchtest, melde Dich einfach bei mir.

Informationen über die Freisinger Naturschutzjugend sowie die LBV-Kreisgruppe Freising findest Du unter www.freising.lbv.de

Samstag, 12. April 2014

Frühlingsfrische Kräuter und endlich Regen

In unserer letzten Gruppenstunde sind wir ausnahmsweise mal nass geworden. Das ist uns in den letzten zweieinhalb Jahren so gut wie nie passiert, weil wir selbst an niederschlagsreichen Tagen immer ausgerechnet die Regenpause erwischt hatten. Heute konnten wir endlich unsere Wetterfestigkeit unter Beweis stellen. Wir kamen nur langsam voran, weil wir unterwegs viele Weinbergschnecken vor den ebenfalls überraschend wetterfesten Radfahrern retten mussten.

Spannende Entdeckungen im Regen

Weinbergschnecke

Viel Wasser fällt ja derzeit nicht vom Himmel, aber es hat gereicht, um im Auwald einige essbare Kräuter sprießen zu lassen, die wir dann auch gleich eingesammelt haben. Ebenfalls eingesammelt haben wir wieder ganz viel Müll. Die Angler waren diesmal ordentlich, aber an unserem Lieblingsplatz hat jemand gegrillt und war anschließend nicht in der Lage, ein paar Verpackungen wieder mitzunehmen. Die Vermüllung an den Wegrändern ist um diese Jahreszeit noch gut zu sehen, aber wir konnten zumindest unsere Strecke einigermaßen von den Abfällen befreien.

Partymüll - alltäglicher Fund am Isarufer

Belohnt haben wir uns dann mit selbstgemachter Kräuterbutter, für die wir zuvor Löwenzahn, Brennnessel, Gundermann, Giersch, Taubnessel, Knoblauchrauke und Hainbuchenblätter gesammelt hatten. Beim Butter-Schüttel-Wettbewerb konnte allerdings nicht eindeutig geklärt werden, ob der Schüttelbecher eines amerikanischen Haushaltswaren-Herstellers bessere Butter liefert als die klassische Glas-mit-Holzperlen-Variante. Einig waren wir uns aber, dass die selbst geschüttelte Butter viel toller schmeckt als die gekaufte. 

Butter schütteln und Kräuter hacken

Kräuter-Blüten-Butter-Brot

Die Kräuterbutter passt gut auf ein Roggen-Vollkornbrot. Blüten von Taubnessel, Gundermann und Veilchen machen den Genuss komplett. Wir haben alles aufgegessen und danach hat es aufgehört zu regnen :-)

Sonntag, 30. März 2014

Im Eibenwald

Heute waren wir ausnahmsweise nicht im Münchner Norden unterwegs, sondern im Süden, nämlich im Landkreis Weilheim-Schongau. Anlass war ein Familientreffen, aber ein kleiner Abstecher in den Eibenwald bei Paterzell war auch noch drin. Aktuell gibt es dort viele Frühjahrsblüher zu sehen. Entlang der glucksenden Bächlein die Sumpfdotterblumen, an lichten Stellen Buschwindröschen und Leberblümchen sowie die ersten Schlüsselblumen, vereinzelt auch Huflattich und Pestwurz. Im Eibenwald wachsen aber nicht nur Eiben, sondern noch einige weitere Nadelbäume. Wir haben Tannen, Fichten und Douglasien entdeckt, dazu viele Laubbäume wie Buchen, Eschen oder Ahorn. Ein Lehrpfad gibt Auskunft über die Bewohner des - mit über 2000 Eiben auf etwa 87 Hektar - größten Eibenbestandes hierzulande.
















Dienstag, 25. März 2014

Frühlingsduft

Heute war die Mintrachinger NAJU-Gruppe wieder auf der Suche nach dem Frühling. Diesmal mit dem Schwerpunkt Duft und hier hat uns am meisten der Seidelbast beeindruckt - positiv wie negativ. Die Jungs fanden das "parfümige" ganz gruselig und bei den Mädchen reichten die Eindrücke von begeistert bis "Kopfweh". Die Veilchen hingegen wurden von allen freudig begrüßt. Während der Seidelbast nämlich hochgiftig ist, kann man sich die Veilchenblüten sogar unbesorgt aufs Brot streuen.

Im lichten Unterholz blüht der Seidelbast

Veilchen - blaues Band am Wegesrand

Am spannendsten war es aber, im Wald auf Entdeckungsreise zu gehen. Jetzt ist eine gute Zeit, um Vögel oder andere Tiere zu beobachten, weil man zwischen den noch unbelaubten Bäumen sehr weit schauen kann. Wir haben tolle Sachen gefunden: Tierspuren wie Klauenabdrücke, Fraßspuren und Häufchen aller Art. Ein Knochenfund lieferte die Vorlage für eine "Was-ist -da wohl-passiert-Geschichte", von der jeder seine Variante zum Besten geben durfte.

Am Abgrund entlang laufen ist aufregend

Was war denn hier los?

Fast wie daheim - mal eben was anknabbern und dann nicht aufessen ;-)

Ein bisschen Moos stibitzt, für die Osternester

Die Schuppenwurz - ein Schmarotzer, der fast ohne Chlorophyll auskommt