Montag, 8. Juli 2013

Seife selber machen - ganz einfach!

Wie bringt man kleine Dreckspatzen dazu, dass sie sich hin und wieder mal die Hände waschen? Mit selbst gemachter Seife natürlich! Das klassische Seifen sieden ist mit kleineren Kindern schon aus Sicherheitsgründen nicht machbar, wegen der ätzenden Lauge, die dabei verwendet wird. Es gibt aber durchaus Möglichkeiten, individuelle Seifenkreationen herzustellen und nebenbei ein bisschen in die Welt der Duft- und Heilkräuter hineinzuschnuppern. Ausgangsmaterial ist Kernseifen-Pulver, welches mit heißem Wasser gemischt zu einer formbaren Masse wird. Diese kann man nach Belieben mit selbst hergestellten Kräuterauszügen, ätherischen Ölen, pulverisierten oder klein gehackten Kräutern versehen und vielleicht sogar einfärben. Manchmal wird dazu Lebensmittelfarbe empfohlen, aber es gibt auch spezielle Seifenfarben, die keine Spuren auf der Haut hinterlassen. Aus der Masse kann man Figuren kneten oder ausstechen. Wer möchte, kann die Seife noch mit getrockneten Kräutern oder Blüten verzieren. Ein paar Tage aushärten lassen und dann werdet Ihr Euch wundern, wie oft die kleinen Seifendesigner sich von nun an die Hände waschen.

Das "Seife kneten" ist eine meiner Lieblings-Kräuteraktionen, weil es eigentlich immer bestens ankommt - egal ob beim Kindergeburtstag, im Ferienprogramm oder in der Gruppenstunde. Unsere Seifenmischung ist also ausgiebig erprobt und weil neulich beim NAJU-Zeltlager wieder mal die Frage nach einer Anleitung aufkam, hier nun unsere Zutatenliste:


Kernseifenpulver (alternativ kann man auch Seifengranulat oder geraspelte Seifenreste verwenden)
Wasser (im Verhältnis zur Seife etwas weniger, also auf 100 Gramm Kernseife etwa 80 ml Wasser)
Kräuterauszüge nach Belieben (Zitronenmelisse, Lavendel, Rose, Ringelblume etc.), entweder als Kaltauszug am Vortrag zubereiten oder wenn es schnell gehen soll einfach wie einen Tee aufbrühen und etwas ziehen lassen
ätherische Öle, ebenfalls nach persönlichen Vorlieben
getrocknete Kräuter zum Untermischen (vorher im Mörser zerkleinern) und zum Verzieren
Pflegende Zusätze wie Honig oder Olivenöl können auch sparsam verwendet werden, eventuell ist die Seife dann aber nicht so lang haltbar.

Wasser erhitzen und das Seifenpulver in einer Schüssel mit dem heißen Wasser übergießen und zu einer knetbaren Masse verrühren. Der Seifenteig wird dann unter den Kindern aufgeteilt und jeder kann nach eigenem Geschmack duftende und pflegende Zusätze dazugeben. Jetzt alles kräftig verkneten und dann der Seife die gewünschte Form geben.


Ich habe leider kein Rezept mit genauen Mengenangaben, glaube aber, dass in dem Buch Kinderwerkstatt Zauberkräuter so ein Rezept zu finden sein müsste. Ein weiteres einfaches Seifenrezept gibt es im Naturkinder-Buch von Caro Hosmann, die als Hauptzutat sogenannte Basisseife (Apotheke oder Bastelgeschäft) verwendet. Das Kernseifenpulver und die anderen Zutaten bekommt man beispielsweise in Freising in der Drogerie Nierle.

Donnerstag, 4. Juli 2013

Nachlese: NAJU-Zeltlager im Naturgarten Schönegge

Wir wollten ja letztes Jahr schon mitkommen zum Zeltlager der NAJU des LBV München, waren aber damals zu spät dran mit der Anmeldung. Heuer hat es erfreulicherweise geklappt und so bin ich letzten Freitag mit zwei eigenen und zwei "geliehenen" Kindern aufgebrochen zum Naturgarten Schönegge nach Meilendorf. Die Naturland-Gärtnerei verfügt über einen sehr idyllischen Zeltplatz inmitten einer leicht terrassierten Obstwiese. Dort durften wir für zwei Nächte unser Lager errichten und haben uns gleich sehr heimisch gefühlt. Der überschaubare Platz ist mit einer schnuckeligen Küche, einem Grillplatz und einem großen überdachten Sitzplatz ausgestattet - was beim vorherrschenden Dauerregen sehr praktisch war. Vom wenig sommerlichen Wetter haben wir uns aber nicht abschrecken lassen und uns voller Elan unserem Programm gewidmet. Spaß beim selber Ernten und Kochen stand auf dem Plan und die von den Feldern und Beeten erbeuteten Vitaminbomben wurden ergänzt durch erlesene Zutaten aus dem gärtnereieigenen Hofladen.

Alles perfekt ausgeschildert
Am Samstag bereicherten einige große und kleine Tagesgäste unsere wetterfeste Gruppe und wir konnten spannende Workshops rund um Gemüse, Beeren und Kräuter durchführen. Die gesammelten Garten- und Wildkräuter haben wir nicht nur zu Tee, Smoothies und Kräuterbutter verarbeitet, sondern auch wohlriechende Seifen, Essige und Öle daraus hergestellt. Die Lavendelblüten haben für nachhaltige Dufteindrücke gesorgt und der Spitzwegerich konnte einige Wehwehchen lindern. Neben dem obligatorischen Stockbrot und einigen, sehr aromatischen Hollerkücherln gab es ein leckeres Menü vom Grill mit Auberginen, Zucchini, Paprika und Veggie-Würstchen. Am Sonntag hatten wir zum Frühstück noch einen kulinarischen Höhepunkt in Form eines über dem Lagerfeuer gebackenen Riesenpfannkuchen (den ich leider nicht fotografiert habe). Wir freuen uns schon auf nächstes Jahr - eine Variante mit etwas mehr Sonnenschein wäre spitze!

Tolle Begrüßung, oder?

Da kommt unser Zelt hin

So eine WWOOFer-Wohnung hätte mir auch gefallen

Menschenauflauf - aber wieso?

 Ach so, deshalb

Das Matschi-Kochstudio war nicht immer so sauber ;-)

In allen Ecken gabs was zu Entdecken

Wir haben nicht nur Gemüse gegessen 

Zum Schluss noch ein Einblick in den Bauerngarten