Freitag, 15. April 2011

Was blüht denn da im April?

Vielleicht hast Du dieses Kräutlein schon entdeckt, aber man kann es auch leicht übersehen. Manchmal versteckt sich es sich unter einer Hecke oder es wächst unauffällig im Schatten einer Mauer. Hin und wieder taucht es auch ganz plötzlich im Garten auf. Es blüht gelb und hat gebuchtete, unterseits leicht behaarte Blätter. Die Rede ist vom Schöllkraut (Chelidonium majus). Das Schöllkraut ist eine wichtige Heilpflanze. Früher war es ein beliebtes Hausmittel, zum Beispiel zur Behandlung von Warzen, und auch heute ist es noch Bestandteil vieler Arzneien. Wo das Schöllkraut einmal gesät oder gepflanzt wurde, erscheint es immer wieder. Das mag ein Grund sein, weshalb es bei uns so verbreitet ist, obwohl es ursprünglich aus etwas wärmeren Gefilden stammt. Man kann diese zwei- oder mehrjährige Staude, die aus der Familie der Mohngewächse stammt, sehr zuverlässig bestimmen: Wenn man das Schöllkraut anschneidet oder ein Stück abbricht, tritt ein auffällig orangefarbener Milchsaft aus. Die Pflanze ist übrigens je nach Jahreszeit mehr oder weniger giftig, aber man kann sie dennoch gefahrlos anfassen (bitte nicht essen). Bestimmt wächst das Schöllkraut auch irgendwo in Deiner Straße oder auf Deinem Schulweg. Schau doch mal nach!

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